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gegen gegen den deutschen friedensmob!
[februar 2003]

beobeobachtete mensch in den letzten tagen eine der zahlreichen sogenannten
friedensdemos, fiel neben der breite des teilnehmerinnenspektrums (von autonomen, k-gruppen, hippies ?ber gr?ne und sozis bis hin zu nazis) vor allem eins auf: die geschw?tzige, ausgelassene und fr?hliche stimmung, welche sich in
gel?chter, gitarrengeklimper und m?chtegernlustigen parolen artikuliert. zieht mensch den traurigen anlass der zusammenk?nfte, dem irak-krieg n?mlich, von
den peaceniks als "humanit?re katastrophe" und "verbrechen gegen die menschheit" bezeichnet, in betracht, muss die festgestellte gl?ckseligkeit verwundern. hat die "friedens"bewegung den krieg, den sie ja vorgeblich verhindern bzw. stoppen will, etwa heimlich herbeigesehnt? interessiert sich entgegen den verlautbarungen, die der irakischen bev?lkerung solidarit?t verhei?en, die deutsche neopazifistin etwa gar nicht f?r das leid und die schmerzen der irakis?

kaum zu glauben ob der zurschaustellung von soviel engagement, gutmenschentum, einf?hlungsverm?gen und treffsicherem musikgeschmack. bei n?herer betrachtung jedoch lassen sich die aufgeworfenen fragen eindeutig mit ja beantworten. denn ginge es den krakeelenden massen tas?chlich um die vermeidung von kriegen im allgemeinen, dann m?ssten sie ebenso gegen den konflikt in eritrea oder den krieg im sudan, der bisher 20 millionen opfern gefordert hat, angehen. ganz zu schweigen vom kosovokrieg, als die brd die zerschlagung jugoslawiens herbeibombte. solche ereignisse konnten bisher in deutschland kaum eine h?ndin hinter dem ofen hervorlocken, geschweige denn gro?demonstrationen
ausl?sen. auch die massaker, giftgasangriffe und die unterst?tzung antisemitischer
suicide bomber von seiten des baath-regimes

erregten die sensiblen gem?ter hierzulande nicht. optimistinnen und menschenfreunde k?nnten an dieser stelle einwenden, die deutschen h?tten nun aus ihren vers?umnissen der letzten jahre gelernt und w?rden in zukunft bei jedem
sich bietenden anlass ihre humanit?re gesinnung einbringen. doch leider tr?gt
diese hoffnung, denn warum in aller welt wird auf keiner der wohlf?hlkuschelmanifestationen die forderung nach aufnahme aller vor der baath-diktatur fl?chtenden erhoben? stattdessen rennt mensch lieber den friedensf?hrern schr?derfischerschily hinterher, die die senkung der aufnahmequote f?r ebenjene verfolgten von 65% auf 10% innerhalb des letzten jahres und die militarisierung der eu zu verantworten haben. und schlussendlich: warum h?rt niemand auf die irakischen oppositionellen, auf die ?ngste, erwartungen und hoffnungen die sie mit dem amerikanischen milit?reinsatz verbinden? die antwort kann nur lauten: in wahrheit ist das schicksal der unter saddam und krieg leidenden den deutschen v?llig egal, die irakis wurden erst zum relevanten faktor, als sie als
projektionsfl?che der deutschen befindlichkeiten dienen konnten. wodurch eignen
sie sich aber pl?tzlich so hervorragend f?r jene rolle? nicht weil sie beschossen, ermordet, bombardiert werden, sondern weil sie von westlichen, von amerikanischen soldaten beschossen, ermordet, bombardiert (und m?glicherweise
befreit) werden.

germany vs. usa

folglich ist der dreh- und angelpunkt des aufstands der anst?ndigen der
antiamerikanismus. der hass auf die usa speist sich aus mehreren quellen:
einerseits gelten die usa schon seit dem 19. jahrhundert in breiten kreisen des
deutschen volkes als synonym f?r anma?ende gleichmacherei und kulturzerst?rung.
diese volkszersetzenden tendenzen entspringen angeblich aus dem merikanischen
drang nach erfolg und profit. der ami ist der materialistische geldmensch, der mit seinem verblendeten mammonismus den weltfrieden zerst?rt. in solcher, zum gro?teil antisemitischen denkweise, kann sich seit jeher der gute deutsche als volksversteher und friedensbringer konstruieren. schon adolf hitler rief "die schaffenden aller nationen" dazu auf, ihren gemeinsamen feind in den juden und den usa zu erkennen und zu vernichten. umso dem?tigender f?r die deutschen, dass es ausgerechnet die usa im verbund mit den restlichen alliierten waren, die deutschland 1945 niederrungen und teilten. daraufhin orientierte sich die offizielle brd zwar in den ersten 40 jahren ihres bestehens ?berwiegend am gro?en bruder jenseits des atlantiks, insgeheim wurde jenem jedoch die befreiung nicht verziehen und die althergebrachten antizivilisatorischen ressentiments wirkten untergr?ndig fort. mit der einverleibung der ddr schwoll das teutonische wir-gef?hl betr?chtlich an und die sich immer h?her schraubenden debatten um die nationale identit?t rissen nicht mehr ab. wurde in den vergangenen jahren schon die frage nach der ehre der wehrmacht, des ?berdrusses an auschwitz und dem "wie" der "israelkritik" durchgenudelt, so scheint sp?testens seit dem 11.9. und dem irak-krieg der offene bruch mit dem einstigen verb?ndeten usa auf der tagesordnung zu stehen. deutsch-europa soll, so fordern es die feuilletons, kommentatorinnen und kanzlerberaterinnen, endlich zur supermacht aufsteigen und damit den dritten anlauf zur weltherrschaft unternehmen.
moralisch verschwurbelt und mit pazifistischer rhetorik unterlegt, bringt
die friedensbewegung genau solchen deutschen gr??enwahn zum ausdruck. sie
verharmlost den nationalsozialismus und dessen massenbeteiligung, wenn eine
rednerin auf einer frankfurter demo behauptet, "wie heute in bagdad lagen damals
vor 55 jahren hier die leichen" und suhlt sich damit zugleich in opferphantasien. als opfer von (amerikanischen) attacken versp?rt mensch nach dieser logik ein gewisses bedrohungsgef?hl, welches von einer anderen rednerin mit den worten "herr bush, sie bedrohen uns als friedensbewegte alle" zur sprache gebracht wird. wer aber, wie die deutschen, erniedrigt, in die ecke gedr?ngt und angegriffen wird, darf, ja muss sich zur wehr setzen. solch legitime gewaltaus?bung wird denn folglich auch massiv propagiert, die amis sollen wahlweise vertrieben werden ("yankee go gome"), elendig verrecken ("erstickt am ?l") oder bombardiert werden ("war is not the answer- bomb bush not iraq"). hinter dem deutschen ruf nach frieden verschanzen sich also tats?chlich die m?rder, n?mlich die der als amerikanisch und j?disch imaginierten. demzufolge verbietet sich das mitmachenwollen beim volksaufstand, und sei es noch so kritisch intendiert, f?r all jene die noch an ein gutes leben jenseits von vezichtsdenken, kollektivwahn und deutschland glauben.

TURN GERMANY INTO US-PROTEKTORAT!

KEINE FRITTEN F?R ANTISEMITEN!

F?R DEN GLOBALEN KOMMUNISMUS!


visdp: gruppe 8. mai [ffm]
26.2.05 16:43
 
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