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Umzug.

Unsere neue Seite inklusive frischem Flugblatt zur G8-Mobilisierung findet ihr hier. Diese Seite wird fürderhin nicht mehr upgedatet und dient nur noch als Archiv.

Au revoir myblog.de,
bonjour blogsport.de
4.1.07 22:10


Eine bessere Wurst –

oder gleich die ganze Metzgerei dichtmachen?

Unter dem Motto „Das geht besser – aber nicht von allein! Deutschland sozial gestalten“ ruft der DGB heute zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Diese wenigen Worte vereinen alles, was die Einheitsgewerkschaft so hassenswert macht. Schon die Beschränkung auf Deutschland zeigt das Ausmaß der freiwilligen Selbstkontrolle des DGB an: Anstatt die Separation der Menschheit in konkurrierende Nationen, stets direkt verbunden mit rassistischer Platz-anweisung, zurückweisen, wird sich mit dieser gewaltförmigen Unterteilung nicht nur abgefunden, sondern dienstbeflissen identifiziert. Als gute Staatsbürger_in hat man sich eben nur auf dem ausgewiesenen Nationalterritorium zu bewegen – die real existierende Mauer um Deutschland bzw. Europa wird somit vom DGB auch im eigenen Kopf errichtet. Innerhalb dieses von Mauern umgrenzten Terrains soll nun etwas, das ‚nicht von allein’ läuft, ‚besser gehen’. Der DGB zeigt sich also einverstanden mit dem ‚das’ – konkret den Gesetzesvorhaben der Großen Koalition – möchte ‚das’ aber ver’besser’n. Also: die Grausamkeit nicht ganz so grausam haben. Der pfäffische ‚Sozial gestalt’ungswille, die vom DGB zum Polit-Markt getragene Mitmachnachfrage richtet sich notwendig an den Staat: mit dessen Grenzen akzeptiert man auch dessen Souveränität, die im sogenannten Gewaltmonopol gipfelt. Wer, wie der DGB, sich selbst und die Subjekte präventiv der individuellen Souveränität entledigt, um sie an einen bewaffneten Herrschaftsapparat zu übertragen, der kann dann eben nur noch höflich an der Pforte der aktuell regierenden Charaktermasken anklopfen und einige kleine Ver’besser’ungs- vorschläge anbringen. Die Politik als Gesetzgeberin des Staates soll doch bitte die Rente ‚besser’ regeln, die Gesundheit ‚besser’ reformieren, den Arbeitsmarkt ‚besser’ pimpen und die zunehmende Überflüssigkeit der Ware Arbeitskraft – die sogenannte Arbeitslosigkeit – ‚besser’ wegdeklarieren. Beständig wird so von Seiten der Gewerkschaften an die starke Hand des Staates appelliert, sie möge doch der unsichtbaren Hand des Marktes in den Arm fallen.



Sobald sich ein gewisses Maß an öffentlich zu verspürendem Unmut unter der Bevölkerung des DGB-Zuständig-keitsgebiets angesammelt hat, anstatt sich wie üblich in Ehestreits, Suffprügeleien, auf Fußballplätzen und Ausländerjagden zu entladen, ruft der DGB auch schon mal – wie heute – sein Fußvolk zur Demons-tration. Dann strömen Zehntausende herbei, um sich in der Gemein-schaft der dampfenden Bratwürste zu wärmen. Der DGB wie jede einzelne Teilnehmerin weiß, dass solche Mani-festationen ob ihres untertänigen Charakters nichts, aber auch gar nichts verändern. Wenn der Mob wieder einmal für zwei Stunden „Wir sind das Volk!“ gegröhlt hat, kann sich der DGB im Anschluss gratulieren: er hat seine Funktion als politischer Fruststaubsauger wie –entsafter erneut erfüllt. Am nächsten Tag schneiden sich die Demons-trant_innen begeistert die Zeitungsberichte über ihren Protest aus und – gehen eifrig weiter zur Schule, Uni, Arbeit, Altersheim, Familie, fühlen sie sich doch von der scheinbar mächtigen Organisation des DGB ausreichend vertreten. Dass der DGB einerseits im Verbund mit Staat und Unternehmerschaft dauerhaft stabile Bedingungen für das Angebot der Ware Arbeitskraft bereitstellt wie andererseits als Beruhigungsmittel wirkt, sobald sich destabilisierender Widerstand zu regen scheint, ist kein Zufall: Historisch betrachtet hat der Nationalsozialismus in Deutschland jegliches organisierte Klassenbewusstsein liquidiert. Die von ihm bewerkstelligte Versöhnung von Kapital und Arbeit in der Volksgemeinschaft wurde in transfor-mierter Form in die BRD übernommen und auch vom DGB fortgeführt. Das Konzept der Sozialpartnerschaft, wie es immer wieder in den ‚Bündnissen für Arbeit’ u.ä. Schmiermitteln des Standortes ausbuch-stabiert wird, schließt die selbstbewusste Durchsetzung proletarischer Interessen aus. Der vom DGB durchgesetzte Verzicht auf Kritik, Sabotage, Streik sowie auf das Fernziel eines guten Lebens wird erkauft mittels der hierarchisch gestaffelten Partizipation am nationalen Wohlstand (und Gefühlshaushalt, siehe WM) sowie dem moralischen Appell an die Unternehmer_innen, sich weniger ‚egoistisch’ und ‚gierig’ zu zeigen. Diese von ‚Heuschrecken’ und ‚Spekulant_innen’ schwadronierende Pseudomoral richtet sich zwar scheinbar gegen das Kapital, geht jedoch meist in konformem Antisemitismus und Antiamerikanismus auf. Zum Anderen zeigt bekanntlich, wer einen Finger gegen andere richtet, mit vieren auf sich, und so kehrt sich die Rede von ‚Schmarotzern’, die ‚schaffende Arbeit’ und ‚anständige Rente’ verunmöglichten, gegen das Proletariat selbst: Wer beim Kapital gegen ‚Parasitentum’ hetzt, muss sich selbst zu dauernder Produktivität verpflichten. Der DGB als nationales Arbeitskraftkartell perpetuiert so die mythische Fiktion einer ‚ehrlichen Arbeit’ und damit die Gefangenschaft der Menschen in ihren selbst geschmiedeten Ketten, den eisernen Ketten von Lohnarbeit, Staat und Nation. Diese Ideologieproduktion des DGB wie korrelierend seine hierarchische Struktur, die einige wenige Expert_innen mit der Führung von zu bloßen Verwaltungseinheiten degradierten Mitgliedermassen betraut, behindern jede Bewegung hin zur freien Bestimmung der Menschen über ihre Lebensbedingungen. Während etwa die CGT in Frankreich illegalisierte Genoss_innen vor der Polizei versteckt, organisiert(e) die IG Bau rassistische Denunziationskampagnen gegen ‚Schwarzarbeit’, und während die IG Metall mit Lohnverzicht und Arbeitszeitverlängerung den Erhalt einer Fabrik in Berlin erkauft, fackeln in Bangladesh Textilarbeiter_innen aus Protest gegen Niedriglöhne ihre ‚eigenen’ Manufakturen im Dutzendpack ab. So organisieren sich also in anderen Teilen der Welt, wo zumindest ansatzweise das Paradox von wachsender ökonomischer Produktivität und gleichzeitig verall-gemeinerter Verelendung reflektiert wird, die Subjekte, welche noch nicht zur Gänze mit der ihnen aufgeherrschten Funktion identisch sind, zumindest temporär, um die ihnen angetanen Leiden zu minimieren, wenn nicht dauerhaft zu über-winden. Dagegen ist der Konservatismus des DGB in Deutschland keine Rand-erscheinung, sondern Ausdruck hegemonialer Emanzipationsfeindschaft. Verhärtet gegen sich selbst und andere, die zur Strafe für ihre scheinbare Lust und angebliche Unproduktivität der Zwangs-arbeit oder gar der Vernichtung zugeführt werden sollen, rotten sich die Volksgenoss_innen hierzulande im Kollektiv zusammen, vereint im Hass auf die ‚fremden’ Migrant_innen und Jüd_innen. In der Krise besinnen sie sich wieder auf die alten Rezepte. Es gilt darum, alles zu tun, damit die Weltrevolution zugunsten eines Zustandes jenseits von Angst und Schuld dem dritten von Deutschen angezettelten Weltkrieg zuvorkommt!

Communismus statt Brat(wurst)fett – Deutschland frittieren!

* gruppe 8. mai [ffm]

** gruppe8mai[AT]gmx.net

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21.10.06 16:42


Kritik und Lob des Luxus –

Überlegungen anlässlich der Mobilisierung gegen den Opernball zu Frankfurt a. M.

Im Aufruf zur Demonstration gegen den Opernball 2006 schreibt die antifa [f]: „Zurecht hat die antifaschistische Linke ... immer wieder darauf hingewiesen, dass der Kapitalismus ein apersonales Herrschaftssystem ist; dass gesellschaftliches Elend also nicht im moralischen Fehlverhalten einzelner Personen, wie z.B. Korruption oder Profitgier, sondern in den Zwängen des Kapitalismus begründet liegt“. Entgegen dieser erklärten Absicht wurden in den diversen Begleitaufrufen und Demo-Reden genau jene personalisierenden und moralisierenden Kritiken gepusht, die für überholt erklärt worden waren. So monierte etwa die redical M: „In diesen Zeiten erscheint besonders die Zurschaustellung des eigenen Luxus auf dem Opernball besonders perfide“, die Gruppe dissident schwadronierte von „einer immer devoteren ‚politischen Klasse’“ – die Anführungszeichen sind offenbar notwendig, um zu verdeutlichen, dass die Politik ihrem Begriff als Dompteur der Ökonomie nicht gerecht wird – und die ‚Swing’ hetzte in fast schon faschistoider Diktion gegen das „perverse Gelage“, die wahre „Orgie der Dekadenz“, wo zu allem Übel auch noch „das eine oder andere schmutzige Geschäft“ getätigt werde – die sauberen Geschäfte, der blütenweiße Kapitalismus werden wohl im lokalen Infoladen oder im M99 getätigt. Solchermaßen formulierte Empörung gegen ‚die Großkopfeten’ wie die Aversion gegen zügellose Ausschweifung stehen vermutlich repräsentativ für die Ressentiment des Großteils der DemonstrantInnen und der PassantInnen, die zufällig ZeugInnen des Spektakels wurden.
Auch die antifa [f] selbst hatte ja nach der rhetorischen Absage an die Personalisierung die Feinderklärung an die ‚Oberen’ reinstalliert [1]. Doch an dieser Stelle soll es nicht um das Für und Wider der Personalisierung gehen - dieser Aspekt wurde bereits in den Kritiken der Antifa A+K wie der Gruppe Morgenthau thematisiert [2]. Stattdessen legen wir unseren Fokus auf die Opernball-Leitparole „Luxus für alle“, mit der die Differenz zur traditionsautonomen Position markiert und das Mäntelchen der Emanzipation über den Hauch von Bonzenhass gedeckt werden soll – mit ihrer Überzeugungskraft steht und fällt im Denken der AusrichterInnen also die Differenz von „Regression“ und „Progression“ [3].

Paradigmenwechsel ...
Im Kontrast zu der altlinken Begeisterung für das ‚einfache Leben’ (das doch in Wahrheit das schwerste, komplizierteste, mühseligste ist), für ‚archaische’ Kulturen und Kollektive – wie im Brennglas gebündelt in der Parole „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ – spricht „Luxus für alle“ sich gegen die Elendsphilosophie negativer Egalität und der Verschwisterung im schlechten Jetzt aus. Die universale Einforderung materiellen Wohlergehens, gar von Überfluss, bricht mit dem romantischen Idealismus, der die Autonomen mit ihren formalen Gegenspielern von rechts – den Kulturkonservativen, LebensreformerInnen bis hin zu den NationalsozialistInnen – verband und verbindet. Statt die – imaginäre oder tatsächliche – Spitze wegzuradieren, die ungeheure Entwicklung der Produktivkräfte zu ignorieren und die Depravation auf alle auszudehnen, soll sich an dieser Spitze orientiert, ihr hoher Standard auf den bisher exkludierten Rest ausgeweitet werden. Gesamtgesellschaftlich gesehen, scheint sich damit zunächst angesichts der aktuellen ‚Reformen’, die beständig ein Mehr an materiellem Elend produzieren, eine offensive Verweigerungshaltung gegenüber der Verzichtsrhetorik, den Appellen an das Allgemeinwohl, also dem quasi-religiösen Glauben an das ‚Große Ganze’, begründen zu lassen. Doch wie stellt sich dieser zunächst sympathisch erscheinende Gedanke im Kontext der Opernball-Mobilisierung dar?

Wo läuft Behle? oder: Was ist Luxus?
>> Luxus und Opernball
Im Gegensatz zu sonstigen Forderungen aus dem Arsenal der radikalen Linken, die meist entweder mit „Nieder mit“ beginnen oder auf „angreifen“ enden, also ein Programm der Abschaffungen formulieren, verzichtet „Luxus für alle“ auf die Negation der Negation, affirmiert damit notwendig einen wie auch immer sich gestaltenden Auszug des Bestehenden. Im konkreten Fall auffallend ist die Absenz jeglichen Versuchs, die Position, die Qualität des eingeforderten Luxus wie auch den Prozess der Aneignung zu konkretisieren. Was auch immer der Grund dieser Unbestimmtheit sein mag, als Konsequenz drängt sich jedenfalls der Kritikerin, der Demonstrantin wie auch der – sym- oder antipathisierenden – Bürgerin und der Opernballbesucherin auf, sich die Zielscheibe der Mobilisierung als den zu generalisierenden Luxus vorzustellen. Wie ist es also um den positiven Gehalt des Opernballs bestellt?
Von der antifa [f] wird er lediglich en passant als Treffen „mit illustren Gästen der Elite aus Politik, Kultur und Wirtschaft“ skizziert. Angesichts dieser mageren Beschreibung greifen wir zu Recherchezwecken auf die FAZ zurück. Wir erfahren, dass auf dem diesjährigen Ball neben der Aufführung des Monarchen-Musicals ‚Ludwig 2 – Der Mythos lebt’ Auftritte von Chris Thompson (‚Blinded by the Light’) sowie des abgehalfterten Rock’n’Rollers Peter Kraus auf der Agenda standen. Zudem wurde zu dem altbekannten Stadionschlager ‚We will rock you’ der Band Queen „auf den Boden gestampft“. Viele Frauen mussten sich laut FAZ bereits nach wenigen Stunden ihrer Schuhe entledigen [4]. Helmut Kohl wünschte sich von einem Orgelspieler adäquat zu seinem Intellekt Songs zum Mitschunkeln, bei der AfterShow-Party wurde Brathering, Kaiserschmarrn und Makkaroni mit Hackfleischsoße aufgetischt.
Im Gegensatz zur überwiegenden Mehrheit der Zwangsinsassen dieser Gesellschaft, dem Proletariat und den Überflüssigen also, ist den Opernball-BesucherInnen dank ihrer Klassenlage das Privileg der Verfügung über ausreichend soziales und ökonomisches Kapital zu eigen, um bei den Exkludierten und sich selbst die halbdurchschaute Illusion heraufzubeschwören, sie ließen es mit der Teilnahme an einer solchen Veranstaltung ’einmal richtig krachen’. Statt einer ‚Orgie der Dekadenz’, die sicher viele der Beteiligten heimlich ersehnt hätten, ergibt sich jedoch, wie beschrieben, bei genauerem Hinsehen eher das Bild des zwanghaftens Versuchs einer spektakulären Inszenierung, die der Flucht aus dem Alltag dienen soll, letzten Endes aber wieder genauso trist und kalt ausfällt wie eben jeder andere Samstag, Montag oder Donnerstag im Februar auch. Im Wesentlichen begegnen uns also verkrachte Existenzen, entfremdete, vom Genuss der ‚Früchte ihrer Arbeit’ weit entfernt Subjekte, wie sie hierzulande im DutzendMillionenPack anzutreffen sind. Selbst die FAZ wunderte sich angesichts des „grundsoliden“ Charakters der Festivität über die Motivation der antikapitalistischen Recken und versicherte: „Wie man weiß, liegt dem deutschen Bürgertum Dekadenz ebenso fern wie den linken Demonstranten die Dienstgradabzeichen der Polizisten vom Sondereinsatzkommando.“ [5] Dass die Demo damit weniger die Vorstellung eines popularisierten Schlaraffenlandes, mehr die Distanzierung von dem Ruch der ‚entarteten’, undeutschen Dekadenz befördert hat, sei hier nur am Rande erwähnt, obwohl ein solcher Effekt einem anti-faschistischen Anliegen selbstverständlich konträr entgegensteht. Festzuhalten bleibt an dieser Stelle, dass die Teilnahme an einem solch armseligen Schauspiel wie dem Frankfurter Opernball, das mit Überfluss außer dem partiellen und schamhaften [6] Zurschaustellen einiger Pelze und Perlenketten wenig gemein hat, nicht im Interesse von Menschen liegen kann, die noch über ein Minimum an Geschmack, ästhetischen Urteils- und kritischem Denkvermögen verfügen. Während das Wiener Pendant immerhin noch einen kosmopolitischen Zug aufweist, verbleibt die hiesige Variante im Provinziellen und erschöpft Sich damit gänzlich in einer Mischung aus Meet+Greet-Pflichttermin und auf Sparflamme vorgeführter Demonstration eines Klassenstatus.

>> Luxus und Kapitalismus
Doch vermutlich ist es gerade diese begrenzte Demonstration materiellen Reichtums oder zumindest der von ihr evozierte Schein, der als Luxus apostrophiert wurde, welcher ‚allen’ zur Verfügung stehen solle. Auch das Motiv des letztjährigen Aufrufs, welcher unter der Headline „Pimp up your life“ ein sportives Automobil darbot, legt diese Annahme nahe. Implizit wird also suggeriert, Luxus bildeten lediglich möglichst große, dicke, lange (!) und gegenwärtig teure Dinge, mit anderen Worten: unter Vernutzung großer Mengen von Arbeitskraft produzierte Waren, deren Markenimage ihren Tauschwert in dezent übertriebene Höhen steigert.
In der MTV-Sendung „Pimp my Ride“, nach deren Vorbild die BürgerInnen ihren Lebensentwurf pimpen sollen, wird der Versuch unternommen, mithilfe einer Anzahl neu eingebauter Specials zu übertünchen, dass es sich bei dem gepimpten Wagen immer noch um den selben alten Schrotthaufen wie zuvor handelt. Nicht umsonst wird der Motor, das Herzstück des Autos, niemals ausgewechselt. Die Analogie zum Pimpen im Rahmen der Opernball-Mobilisierung ergab sich unter Umständen aus Zufall, liegt aber nahe, denn ebenso wie der im Kampf gegen den alten Rost seitens der West Coast Customs aufgetragene Lack lediglich die oberflächliche Erscheinung der abgewrackten Karossen verändert, verbleibt der Kampf gegen den Opernball und für Luxus auf der Ebene der Phänomene, der Zirkulation. Die Produktionsweise, welche systematisch die Mittel zu Zwecken und die Zwecke zu Mitteln verkehrt, wird nicht fokussiert, erst recht nicht die Totalität einer Gesellschaft, welche die Einzelnen zwangsweise zu Subjekten mit spezifischer Charakter- und Bedürfnisstruktur formt. Lediglich die Distribution der Güter soll – wenn auch in großem Maßstab – geändert werden. Diese Verteilung soll nun nicht mehr vermittelt ablaufen, sondern direkt, räuberisch angeeignet werden, womit das Muster des Beutemachens [7] impliziert wird. Jenes Paradigma von Banden, die im Kollektiv vereint nach dem möglichst großen Anteil des produzierten Mehrwerts schnappen, kennzeichnet jedoch das nachbürgerliche Zeitalter generell – die Opernball-Mobilisierung wiederholt damit in ihrer Form eines der herrschenden und herrschaftlichen Muster der Konsumtion oder grenzt sich zumindest nicht davon ab [8]. In Konsequenz ergibt sich der Ausfall jeglicher Reflektion auf das Ziel der propagierten Aneignung.
Wie vom ideellen Gesamtantifa in seiner Carharrt-Uniform vorexerziert, scheint die möglichst unbeschränkte Dimension der Güter, mit denen zu protzen wäre, als Hauptsache. Die bloße Zahl des Dings rangiert vor dem Genuss des Dings. Darin reproduziert sich ein weiteres Prinzip des Kapitals – leere Quantität vor individueller Qualität, allgemeine Identität vor individueller Geltung, die Produktion um der Produktion und die Konsumtion um der Produktion willen. Und darum kann die Propagierung von Luxus theoretisch auch reibungslos mit objektiven Erfordernissen des Kapitals konform gehen, dann nämlich, wenn die Nachfrage nach Waren gesteigert werden soll [9]. Dies umso mehr, als, ebenso wie die Art und Weise des avisierten Luxus, das ‚Alle’ in der Opernball-Mobilisierung unbestimmt bleibt und somit zumindest von bürgerlicher Seite tendenziell als ‚alle Deutsche’ gelesen werden wird, eine Deutung, die angesichts des in den Aufrufen vernachlässigten Bezugs auf die katastrophalen Verhältnisse in den im globalen Maßstab zahlenmäßig dominierenden Gegenden der unmittelbaren Lebensnot, die vollkommen vom Weltmarkt abgehängt sind und in denen täglich Tausende verhungern, naheliegt.

Luxus ohne Zwang und Arbeit
Fassen wir zusammen: Die Parole „Luxus für Alle“ eignet sich im Rahmen einer Provokation asketischer Traditionslinker wie auch einer diskursiven Intervention gegen eine deutsch-kapitalistische Verzichtsethik, welche in der Krise den Gürtel der vereinzelten Einzelnen unter der Prämisse ihrer Formung zu totalen ArbeitssoldatInnen so engen schnallen will, dass ihnen die Luft zum Konsumieren wegbleibt. Sie eignet sich jedoch nicht, um als allein tragendes Glied eine an sich reaktionäre Mobilisierung auf die ‚richtige Seite’ hinüberzuretten.
Statt den bereits relativ Privilegierten in den Metropolen ihre vom Kapital produzierten Träume zu erfüllen, wäre es vielleicht dringlicher, zunächst die Versorgung aller Menschen weltweit mit Brot und Butter sicherzustellen [10]. Jedenfalls verbleibt eine Politik á la Opernball-Mobilisierung, die eine Seite des Widerspruchs der Kapitalvergesellschaftung herausgreift, im a priori gesetzten Rahmen des Spektakels. Das Versprechen von Glamour, Reichtum und Sexyness einesteils und die Organisation des permanenten Mangels, der Verknappung und des Opfers der Lohnarbeit anderenteils sind zwei interdependente Seiten derselben Medaille, die je nach Konjunktur verschieden stark Konjunktur haben. Der Kommunismus darf sich jedoch nicht im bürgerlichen Spiegelspiel von absoluter Armut und grenzenlosem Reichtum, von Staat und Markt, von Politik und Ökonomie, von nationalem Kollektiv und Warenmonade verfangen, sondern ist die Bewegung, die das ganz Andere des kapitalistischen Elends zu realisieren trachtet. Zwar verweist der Schein, der einmal jährlich vom Opernball und alltäglich von der Kulturindustrie hervorgerufen wird, auf dieses radikal Verworfene des Kapitals, doch ist dieser Schein ebenso zugleich scheinhaft und nicht schon das Andere selbst. Es gälte also in einer paradoxen Bewegung, das Versprechen des Scheins, von materieller Sicherheit und Glück für alle, einzufordern, zugleich aber die herrschaftliche, kapitalproduktive Präformierung des Aufscheinenden – das Diktat des Schöner, Größer, Besser, Neuer, welches das Nicht-Identische, das angeblich Hässliche, Alte, Behinderte, das Muköse, ausradiert – zu denunzieren.
Adorno formuliert diese Abkehr von der Eigengesetzlichkeit der produktiven Dynamik vor: „Nicht das Erschlaffen der Menschheit im Wohlleben ist zu fürchten, sondern die wüste Erweiterung des in Allnatur vermummten Gesellschaftlichen, Kollektivität als blinde Wut des Machens. Die naiv unterstellte Eindeutigkeit der Entwicklungstendenz auf Steigerung der Produktion ist selber ein Stück jener Bürgerlichkeit, die Entwicklung nach einer Richtung nur zulässt, weil sie, als Totalität zusammengeschlossen, von Quantifizierung beherrscht, der qualitativen Differenz feindlich ist.“ [11]. Die Gruppe sinistra! ergänzt: „Stattdessen würde eine qualitative Neuausrichtung der Produktion eine Abschaffung der Arbeit, wie sie spezifisch für den Kapitalismus ist, und eine Aneignung und Indienstnahme der produktiven Potentiale durch eine freie Gesellschaft bedeuten, die Luxus ohne ‚Arbeit’ und neue, befriedigerendere Formen der Tätigkeit ermöglichen kann, die nicht die blinde Naturbeherrschung der kapitalistischen Gesellschaftsform reproduzieren.“ [12].
An die Stelle der Hypostasierung von Praxis als falschem Abglanz von Arbeit, Leistung unter dem Banner zwanghafter Aneignung der ungeheuren Ansammlung von Waren hätte eine Bewegung zu treten, welche die Einrichtung einer Welt befördert, die intensiven Genuss für alle bereitstellt, einer Welt, die alle dermaßen aufhebt, dass ihnen ungegängelte Erfahrung unter Absenz von Existenznot zugänglich ist. In dieser Welt würden schwarz-uniformierte Autonome wie befrackte LangeweilerInnen nur noch als blasse Erinnerungen an vergangene Zeiten existieren, in denen die Menschheit sich, erzwungen durch eine irrationale Organisierung der Produktion, beständig hin- und hergerissen zwischen zwei Schein-Extremen fand.

gruppe 8. mai [ffm]


[1] Vgl. Pressemitteilung 2005: „Antifaschismus (!) heißt nach oben treten.“ sowie Aufruf 2006: „Wer in diesem Zusammenhang meint, standortnationalistische Kampagnen führen oder legitimieren zu müssen und die Innere Aufrüstung vorantreibt, der ist aus emanzipatorischer Perspektive vor allem eins: Der politische Feind. Und sollte dementsprechend auch – ganz ‚personalisiert’ – so behandelt werden.“

[2] An die Gruppe Morgenthau wären andere Fragen zu richten, z.B. wie ein Satz von Joachim Bruhn erschöpfend über die weltweite (Nicht-)Existenz von Klassen nach 1945 Auskunft geben kann oder wie die 1,5 Mrd. Menschen, die täglich kurz vor dem Hungertod stehen, den Kommunismus „entspannt antizipieren“ sollen.

[3] Nebenbei bemerkt: Nach Auschwitz noch beständig von ‚Fortschritt’ zu schwadronieren ist nichts als zynischer Idealismus, der im Windschatten der Weltgeschichte ungerührt über Leichenberge hinwegsegelt.

[4] Die patriarchale Verfasstheit des Bürgertums prägt auch die weibliche Schuhform, die entsprechend ihres Zwecks als Repräsentationsobjekt eher einem Marterinstrument auf Pfählen als einem bequemem Fortbewegungsmittel gleicht.

[5] Diese Beobachtung deckt sich mit der Einschätzung von Wolfgang Pohrt, wonach „sich ein selbstbewusstes, seinen Erfolg genießendes Bürgertum in Deutschland nie entwickelt hat. Erst hatten die Bürger Angst vor dem Adel und der Krone, und dann hatten sie auch schon Angst vor dem Proletariat, und immer wohl hatten sie das Gefühl: Hochmut kommt vor dem Fall, Bescheidenheit ist eine Zier, besser nicht auffallen und nie den Neid der anderen erregen.“ [zitiert nach: Pohrt, Wolfgang: Das Jahr danach, S. 311 f.]

[6] Die Einnahmen wurden humanitär korrekt der Hannelore-Kohl-Stiftung gespendet.

[7] Tatsächlich wird in der Post-Opernball-‚Swing’ eine “Vision” von einer besseren Demo ausgemalt, in der von der Verteilung der „Beute“ die Rede ist.

[8] Vgl. Pohrt, Wolfgang: Brothers in Crime – Die Menschen im Zeitalter ihrer Überflüssigkeit. Über die Herkunft von Gruppen, Cliquen, Banden, Rackets und Gangs.

[9] Vgl. den ehemaligen Kanzler Ludwig Erhard, der in den 60er Jahren „Wohlstand für alle“ als Ziel seiner Politik deklarierte.

[10] Allerdings stellte sich hier die Aufgabe, nicht in karitative Mitleidsgesten a la ‚Brot für die Welt’ zu verfallen.

[11] Adorno, Theodor W.: Minima Moralia, S. 178.

[12] sinistra!: Sur l’eau oder Jet-Set, in: [pha]Ze.2. Zeitschrift der Fachschaft Gesellschaftswissenschaften FfM.
28.5.06 14:14


Fanpost

„ A n t i d e u t s c h e “

Am 2. April, einen Tag nach dem 60. Jahrestag der Befreiung durch die USamerikanischen Truppen, fand in Neuhof (Landkreis Fulda) eine Demonstration von Linksextremisten statt, die unter dem Motto „Tag der Besatzung von Neuhof feiern! Für
eine Entbarbarisierung des platten Landes!“ stand. Rund 40 sogenannte „Antideutsche“ demonstrierten „gegen den antisemitischen Konsens in der Dorfgemeinschaft
von Neuhof [...] [, das] beispielhaft für das ganz normale Grauen in der deutschen Provinz stehen darf.“ Neuhof ist der Heimatort des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann,
der wegen antisemitischer Äußerungen aus der CDU ausgeschlossen worden war.

Teilnahme an Kundgebungen
Kommunikationsmittel
Initiator dieser Demonstration war die gruppe8.mai. Der Aufruf wurde vom Bündnis gegen Antisemitismus Rhein-Main, Sinistra! Frankfurt und (aae) Marburg unterzeichnet, die sich selbst dem antideutschen Spektrum zurechnen. Die sehr uneinheitliche
Bewegung innerhalb der linksextremistischen Szene, der in Hessen v. a. an Hochschulen aktive Gruppen angehören, hat sich aus der autonomen Szene heraus entwickelt, vertritt
jedoch zum Teil konträre Auffassungen zu dieser. Aus diesem Grund kommt es auch regelmäßig zu Auseinandersetzungen. Auf Demonstrationen fallen „Antideutsche“, die nur einen geringen Teil der Linksextremisten darstellen, vor allem dadurch auf, dass sie israelische oder US-amerikanische Fahnen mit sich tragen, was in der übrigen Szene als Provokation aufgefasst wird.
Ausgangspunkt der „antideutschen“ Ideologie ist die ungebrochene Solidarität mit dem jüdischen Volk sowie dem Staat Israel. Im Unterschied zu anderen Linksextremisten, die
im Nahostkonflikt traditionell propalästinensische Positionen vertreten, stehen „Antideutsche“ vorbehaltlos zu Israel. Sie sehen die Existenz des Staates Israels gerechtfertigt
als eine Notwendigkeit gegen die existenzielle Bedrohung des jüdischen Volkes. Der „Deutschen Volkgemeinschaft“ und der übrigen Linken werfen die „Antideutschen“ vor, offen oder latent antiamerikanisch und vor allem antisemitisch zu sein. Mit
dem Slogan „Deutschland war als Kind schon scheiße“ bringen sie zum Ausdruck, dass sie Deutschland seit jeher als reaktionär, antiliberal und antisemitisch halten. Obwohl sie - wenn auch in sehr diffuser Form - die Vision eines weltweiten Kommunismus
haben, sehen sie den Kapitalismus in US-amerikanischer Form als Träger eigentlicher Zivilisation. Sie sehen hierin einen Weg zur Befreiung von Unterdrückung und die notwendige Übergangsstufe zum Kommunismus. „Antideutsche“ verteidigen vor diesem Hintergrund im Unterschied zu den meisten anderen Linksextremisten auch militärische Handlungen der USA in Afghanistan und im Irak unter dem Motto „Sherry statt Sharia!“
Linksextremistischen Zusammenschlüssen, die nach Ansicht der „Antideutschen“ einem „romantischen Antikapitalismus“ anhängen, wird von „antideutscher“ Seite unterstellt, aus rassistisch-antisemitischen Motiven zu handeln. Sie hingegen würden an einer klaren Vision der Überwindung Deutschlands und damit des Kapitalismus festhalten."

Auszug aus dem hessischen Verfassungsschutzbericht 2005.
28.5.06 14:01


„Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder!“ (Paul Spiegel)

[Flugblatt zur Demonstration im Rahmen des Aktionstages zum 3. Jahrestag des Irak-Krieges am 18.03.06, ausgerichtet vom Frankfurter Bündnis gegen den Krieg]

Heute versammeln sich anlässlich des „Internationalen Aktionstages zum 3. Jahrestag des Irak-Krieges“ die Rudimente der sogenannten Friedensbewegung. Doch was für einen Frieden strebt eine Bewegung an, die im Namen des Friedens seit jeher zu jordanischen Massakern an PalästinenserInnen, irakischem Giftgas gegen KurdInnen, ungezählten Massenmorden in Ruanda, Kongo und Sudan schweigt, die nur zwei Feindstaaten weltweit kennt und die allein dann zu relevanter Größe anschwillt, wenn die US-Army mobilmacht? ‚Frieden’ bedeutet diesen Subjekten offenbar, ihren Frieden mit allen noch so grausamen, blutigen und kriegerischen Verhältnissen zu schließen, solange sie nicht das Etikett ‚US-Imperialismus’ oder ‚israelische Aggression’ tragen – nicht zuletzt mit dem eigenen Vaterland, dessen rückstandslose Auflösung trotz zweier Weltkriege niemals zur Debatte gestellt wird. Die in diesem Milieu wie unter Deutschen schlechthin gängige, gleitende Überführung der Wahrheit von den USA als letzter Supermacht in anti-amerikanischen Wahn demonstrierte etwa der Anmelder der heutigen Demonstration, der den protestantischen Aberglauben predigende Pfaffe Stoodt, als er vergangenen Jahres warnte, Bush wolle „die ganze Welt“ in ein einziges Guantanamo verwandeln und damit den USA eine unvorstellbare Potenz attestierte, die imaginär bis an das eigen Heim und Bett reicht. Mit solcher Exterritorialisierung der Gewalt des Systems wird ebenso systematisch die Erkenntnis, dass nicht einzelne Staaten, sondern die Totalität des Kapitalismus mit der Einsetzung mörderischer Konkurrenz unter dem Primat ökonomischer Verwertung einen gewaltfreien Zustand verunmöglicht, ergo jegliche Staatlichkeit im Krisenfall zur militärischen Option greift, abgewehrt – die Friedensbewegung geht grundsätzlich d`accord mit der Welt, wäre sie nur nicht dermaßen ‚US-dominiert’. Das mörderische Einverstandensein mit der irrationalen Weltgeschichte produziert notwendigerweise Absurditäten wie die Folgende, die wir dem Aufruf zur heutigen Demo entnehmen: „Ebenso wie Israel hat der Iran ein Recht auf eine gesicherte Existenz.“ Israel wird mit einem terroristischen Regime gleichgesetzt, das nicht nur seine eigene Bevölkerung und darin besonders die als weiblich, homosexuell oder dissident stigmatisierten Subjekte mit unmittelbarer Gewalt unterdrückt, sondern auch jenes präzedenzlose Verbrechen zu wiederholen droht, welches erst die Gründung des weltweit einzigen jüdischen Staates erforderte. Gerade mittels der floskelhaften Distanzierung von den „antisemitischen Ausfällen“ Ahmadinedschads beweisen sich die Friedensbewegten im Vergleich zum iranischen Präsidenten als die weitaus eleganteren Holocaustleugner, da sie die grauenhafte historische Realität zwar rhetorisch anerkennen, doch nur, um mittels des oben zitierten Vergleichs Israel als einsame Konsequenz, die eine ignorante Menschheit aus Auschwitz zu ziehen bereit war, zu delegitimieren. Der sentimentale Pazifismus der Deutschen reproduziert somit nicht nur beständig die Verhältnisse von Staat, Nation und Kapital, welche die Bedingung der Möglichkeit von Auschwitz waren, sondern befördert in seinem als ehrbar deklarierten Kampf gegen die bewaffnete jüdische Selbstverteidigung aktiv die Möglichkeit einer erneuten Vernichtung. Welche ernsthaft einen versöhnten Zustand anstrebt, in dem Gewalt, Waffen, Massenmord nur noch in Form schemenhafter Erinnerung an längst vergangene Zeiten existieren würden, sieht sich darum zur bestimmten Negation dieser Bewegung genötigt.

Gegen antisemitische Mobilmachung - Solidarität mit Israel!
Für eine Welt, in der alle ohne Angst verschieden sein können – für den Kommunismus!

gruppe 8. mai [ffm]
18.3.06 14:01


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